8. Salztorf der Uthlande

Schon seit Jahrtausenden ist die Landschaft der Uthlande einem weitreichenden Verwandlungsprozess unterworfen. Neues Land wächst aus den Ablagerungen des Meeres und durch Hilfe von Menschenhand an, während an anderer Stelle durch die Gewalt der Wasserfluten alte Bodenschichtungen abgetragen werden.

Vor 3000 Jahren begann eine Dünenkette vom heutigen Esbjerg bis nach Eiderstedt die Uthlande zu schützen. Zwischen diesem Dünenwall und der Festlandsgeest entstand eine weite Ebene, in die das Regenwasser der gesamten Region einfloss. Dort entwickelten sich ausgedehnte Bruchwälder und Moore, in denen eine unterschiedlich dick ausgeprägte Torflage entstand.

Etwa 1000 n.Chr. durchbrach das Meer den westlichen Dünenwall und der moorige Boden der Uthlande wurde weiträumig überschlickt. Bei jeder Flut nahm der Torf Meerwasser auf und versalzte.
Die im 7. und 8. Jh. eingewanderten Friesen nutzen den Torf als Brennmaterial. Dabei stellten sie fest, dass seine Asche gut würzte und ihre Speisen konservierte.
Sie begannen mit der Salzgewinnung.