6. Salz im Mittelalter

Im Mittelalter wurde die Technik der Salzherstellung verfeinert. Durch Verdampfung der Sole in großen Bleipfannen, später in noch größeren Eisenpfannen, konnte bei geringerem Brennstoffverbrauch wesentlich mehr Salz hergestellt werden.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches war Salz einer der Motoren, den Fernhandel wieder aufzubauen. Gleichzeitig musste sich jedes Dorf, jedes Gut und Kloster, jeder Einödhof damit versorgen. So wirkte Salz auch anregend auf den Detailhandel.

Könige, Adel und Geistlichkeit versuchten, an den Gewinnmöglichkeiten der Salzherstellung teilzuhaben. Sie führten Kriege um die Produktionsstätten, belegten Herstellung, Lagerung, Transport und Handel mit Zöllen und Steuern. Die ebenfalls am Gewinn interessierte Kaufmannschaft stellte sich dagegen, es entstand die Hanse. Der mächtige Städtebund machte ein Viertel seines Gewinns mit Salzhandel in Nordeuropa.