12. Arbeitsstrukturen

 

Vor der großen Flut von 1362 war die Salzgewinnung einer der Hauptwirtschaftszweige in Nordfriesland. Kleine Betriebe organisierten die Produktion vom Torfabbau bis zum Verkauf des frisch gewonnenen Salzes. Der dänische König, der Herzog von Schleswig und der Bischof von Schleswig erhielten anteilmäßig Steuern, ließen den Salzsiedern ansonsten aber freie Hand in Produktion und Verkauf.

 

Nach 1362 und noch stärker nach der Flut von 1634 wurde die Salzgewinnung aufgrund der Zerstörung weiter Marschenflächen zum Nebenerwerb. Knechte und ältere Männer holten den Torf im Frühsommer aus dem Watt, Frauen übernahmen die Verbrennung, den Transport und das Salzsieden. Die Arbeit war schwer, die Bezahlung schlecht.

Die Vermarktung haben spezielle Kaufleute übernommen, die zu Wohlstand kamen. Möglicherweise ist der Bau der großen Inselkirchen, aber auch der Import von rheinischen Steinsärgen auf diese Oberschicht zurück zu führen.

Urkunde vom 15.7.1400: Leute S.213.)
der Edopmsharde versprechen Bremern freies Geleit, Erwähnung von acht Salzbuden! (Hamburgisches Urkundenbuch, bearb. Von Karl Kunze, Bd. 5 (1392 – 1414) Leipzig 1898, Nr 420,

Wytlyk zy al den ghenen, de dessen bref zen edder horen lezen, dat wy ratlude unde wy meyne bunden an Edumsherde gheven vrede unde leyde al den koplude van Bremen, tu uns tu komen an unze herde, kopenschop tu dryvene an unzeme herde, unde neyn man eme tu schadene, alzo verne aize ere leyde sulven nycht eyn breken. Wente in dat Hever dep schol gy yn leghen, wente dar zund achte hude alle vol zoldes, valete.478 Unde ik Acghe Autzone leyde ju ok an unze land tu komen fry tu unde af van mynes heren des hertyghen weghen.Tu ener bewyzene, dat dyt war is, des hebbe wy unzes herdes

Urkunde der Edomsharde an die Bremer Kaufmannschaft um 1400