11. Sieden des Salzes

Das Salz wurde in eigens dafür gebauten Hütten gesotten. In einer Wandseite saßen zwei trichterförmige Kästen, die mit der Salzasche beschickt wurden. In jedem dieser Kästen lag ein horizontales Lattenrost, auf dem eine Strohlage als Filter diente. Dann wurde der erste Kasten mit Seewasser gefüllt. Das langsam durchsickernde Wasser löste das Salz aus der Asche heraus, während die unlöslichen Aschenpartikel im Filter zurückblieben.

Um die Sole noch weiter anzureichern, gab man sie in den zweiten Kasten über neue Asche. Hier konnte nach weiteren Stunden die gefilterte 12%ige Sole entnommen werden. Damit das Salz nicht bitter schmeckte, wurde die Sole bei 70 Grad in einer großen Pfanne gesotten. Das auskristallisierende Salz schob man mit speziellen Schiebern aus der Pfanne ab und ließ den feuchten Salzbrei in geflochtenen Behältern abtropfen.

Es entstand ein leicht graues feinkörniges Salz. Die Qualität des gewonnenen Salzes wird in den Quellen unterschiedlich bewertet.