10. Vom Torf zur Asche

 

Die weitere Verarbeitung des Salztorfs wurde überwiegend von Frauen betrieben. Sie zerkleinerten den Torf, ließen ihn durch Wind und Sonne trocknen und verbrannten ihn anschließend zu salzhaltiger Asche. Diese wurde umgehend zusammen geharkt und auf einfachen Tragen zur Salzbude gebracht.

Dort wurden unter Zugabe von wenig Salzwasser backsteinförmige Klumpen gebildet, die zu hohen Haufen aufgesetzt wurden. Diese „Daans“ waren durch Auflegen von Grassoden wettergeschützt. Sie buken durch die Feuchtigkeit zu festen Gebilden zusammen, von denen sich die Salzsieder ihren Tagesbedarf abhackten.

Folgende Mengenverhältnisse der Materialien bei den verschiedenen Verarbeitungsstufen sind den Forschungen zugrunde gelegt:
1.000 kg Nasstorf (etwa 1 m³) = 220 kg Trockentorf = 55 kg Salzasche = 25 kg Salz

1kg Nasstorf = 220 g Trockentorf = 55 g Salzasche = 25 g Friesensalz