Aber auch der Bereich des eigentlichen Wattenmeeres
unterliegt traditionell vielfältigen Nutzungen. Die Tiefs und
Priele dienen der Schiffahrt, sie sind zum Teil als Bundeswasserstraßen
ausgewiesen und sind unerläßlich für die Versorgung
der Inseln und Halligen. Deshalb müssen sie zum Teil auch regelmäßig
ausgebaggert werden. Auch der Fisch-, Krabben- und Muschelfang wird
schon lange betrieben und dient zahlreichen Menschen der Region
als Erwerbsgrundlage. Wattwanderungen, Ausflugs- und Sportbootfahrten,
Badebetrieb und Wassersport sind wichtiger Bestandteil des Fremdenverkehrs.
Aber auch die Information über die Besonderheiten der Natur,
der Besuch im Nationalpark gewinnt bei Einheimischen und Gästen
laufend an Bedeutung.
Diese Nutzungen führen zu Interessenkollisionen mit der Natur,
sie schränken deren unbeeinflußte Entwicklung teilweise
ein. Die Abwägung der Interessen verlangt hohe Diplomatie und
laufende Gespräche zwischen allen Gruppen, um möglichst
weitgehenden Konsens zu erreichen.