Trinkwasserversorgung

Seit Eindringen des Seewassers in die Niederung stellte die Trinkwasserversorgung ein vordringliches Problem dar. Die ehemaligen Flüsse und Bäche waren als Mündungsarme verbrackt. Das Grundwasser führt schon in geringer Tiefe soviel Salz mit, daß es nicht einmal zum Viehtränken verwendbar ist. Selbst in 250 m Tiefe ist das Grundwasser stark salzig. Deshalb arbeitete man bei der Erstellung von Warften umfangreiche Regenspeichersysteme ein: Ein Sodenbrunnen dicht beim Haus nahm über Rinnen das Wasser auf, das von den Dachtraufen abtropfte. Ein größerer künstlicher Teich, der Fething, wurde mit dem Wasser gefüllt, das die Warftoberfläche hinab in verschieden Auffangbecken, die Schetels, floß. Trotzdem mußte man in trockenen Sommern mit Wasserknappheit rechnen und auf das Wasser der Abzugsgräben und Kuhlen in den Weiden (Fennen) zurückgreifen. Dabei entstanden aufgrund von Wasserverschmutzung immer wieder Krankheiten.