Deicherhöhungen

Deicherhöhungen gestalten sich heute als aufwendige Unternehmen, die ein Höchstmaß an Material- ausnutzung verlangen. Früher wurden die Deiche komplett aus den schweren Marschböden, der Kleie, gebaut. Dafür wurden Felder und Wiesen abgespätet, also ausgegraben. Heute schlitzt man den alten Deich auf und bildet zwei parallele Dämme aus der wertvollen Kleie. Dazwischen spült man aus dem Watt oder Binnenland einen Sand-kern ein, der dann maschinell grob profiliert wird. Dabei wird sowohl außen als auch innen eine deutlich flachere Neigung eingearbeitet, damit das Wasser sich außen tot läuft und bei Kammstürzen nicht den Deich von innen aufreißt. Die Kleidämme werden dann als Deckschicht über den gesamten Deich gezogen und mit Grassoden belegt. Die so schnell wieder entstehende Grasoberfläche schützt sehr bald den Deich gegen die auflaufenden Fluten.

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