Schon
seit Jahrtausenden ist die Landschaft der Uthlande einem weitreichenden
Verwandlungsprozess unterworfen. Neues Land wächst aus
den Ablagerungen des Meeres und durch Hilfe von Menschenhand
an, während an anderer Stelle durch die Gewalt der Wasserfluten
alte Bodenschichtungen abgetragen werden.
Vor
3000 Jahren begann eine Dünenkette vom heutigen Esbjerg
bis nach Eiderstedt die Uthlande zu schützen. Zwischen
diesem Dünenwall und der Festlandsgeest entstand eine
weite Ebene, in die das Regenwasser der gesamten Region einfloss.
Dort entwickelten sich ausgedehnte Bruchwälder und Moore,
in denen eine unterschiedlich dick ausgeprägte Torflage
entstand.
Etwa
1000 n.Chr. durchbrach das Meer den westlichen Dünenwall
und der moorige Boden der Uthlande wurde weiträumig überschlickt.
Bei jeder Flut nahm der Torf Meerwasser auf und versalzte.
Die im 7. und 8. Jh. eingewanderten Friesen nutzen den Torf
als Brennmaterial. Dabei stellten sie fest, dass seine Asche
gut würzte und ihre Speisen konservierte.
Sie begannen mit der Salzgewinnung. |