Im
Mittelalter wurde die Technik der Salzherstellung verfeinert.
Durch Verdampfung der Sole in großen Bleipfannen, später
in noch größeren Eisenpfannen, konnte bei geringerem
Brennstoffverbrauch wesentlich mehr Salz hergestellt werden.
Nach
dem Untergang des Römischen Reiches war Salz einer der
Motoren, den Fernhandel wieder aufzubauen. Gleichzeitig musste
sich jedes Dorf, jedes Gut und Kloster, jeder Einödhof
damit versorgen. So wirkte Salz auch anregend auf den Detailhandel.
Könige,
Adel und Geistlichkeit versuchten, an den Gewinnmöglichkeiten
der Salzherstellung teilzuhaben. Sie führten Kriege um
die Produktionsstätten, belegten Herstellung, Lagerung,
Transport und Handel mit Zöllen und Steuern. Die ebenfalls
am Gewinn interessierte Kaufmannschaft stellte sich dagegen,
es entstand die Hanse. Der mächtige Städtebund machte
ein Viertel seines Gewinns mit Salzhandel in Nordeuropa. |
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