Salz
kann Nahrungsmittel vor Fäulnis und Verwesung schützen.
Ihm kam daher in früheren Zeiten eine entscheidende Bedeutung
als Konservierungsmittel zu.
Fische stellten im Mittelalter eine wesentliche Nahrungsgrundlage
dar. Auch spielten sie eine zentrale Rolle als Fastenspeise.
Für den Transport in küstenferne Gebiete wurden
die Seefische mit Salz haltbar gemacht.
Das
südschwedische Schonen versorgte weite Teile Europas
mit Heringen, die, mit Salz in Holzfässer eingelegt,
auf die Reise geschickt wurden. Auch bei Helgoland fischten
die Nordfriesen im 16. Jahrhundert in großem Umfange
Heringe und konservierten sie mit Salz.
In der Tiefsee des Atlantiks bis nach Neufundland wurde Kabeljau
gefangen. Noch auf den Schiffen halbierten die Fischer die
großen Tiere und machten sie mit Salz für den Transport
haltbar. Dieser Stockfisch war früher eine weit verbreitete
Speise.
Wenn das Futter der Tiere im Herbst knapp wurde, war Schlachtzeit.
Das Fleisch konnte durch das Pökeln haltbar gemacht werden.
Dazu rieb man das Fleisch mit Salz ein, oder legte es in eine
Salzlake und bewahrte es in Holzfässern mit gut schließbaren
Deckeln luftdicht auf.
Entsprechend
dem jahreszeitlichen Rhythmus der Natur standen auch pflanzliche
Nahrungsmittel nur zu bestimmten Zeiten frisch zur Verfügung.
Gemüse und Kräuter blieben länger essbar, wenn
sie stark gesalzen waren. Um zwei Pfund Kräuter einzulegen,
benötigte man ein halbes Pfund Salz. Ebenso blieben Butter
und Käse länger genießbar, wenn sie stark
gesalzen wurden. |