Das
Salz wurde in eigens dafür gebauten Hütten gesotten.
In einer Wandseite saßen zwei trichterförmige Kästen,
die mit der Salzasche beschickt wurden. In jedem dieser Kästen
lag ein horizontales Lattenrost, auf dem eine Strohlage als
Filter diente. Dann wurde der erste Kasten mit Seewasser gefüllt.
Das langsam durchsickernde Wasser löste das Salz aus
der Asche heraus, während die unlöslichen Aschenpartikel
im Filter zurückblieben.
Um
die Sole noch weiter anzureichern, gab man sie in den zweiten
Kasten über neue Asche. Hier konnte nach weiteren Stunden
die gefilterte 12%ige Sole entnommen werden. Damit das Salz
nicht bitter schmeckte, wurde die Sole bei 70 Grad in einer
großen Pfanne gesotten. Das auskristallisierende Salz
schob man mit speziellen Schiebern aus der Pfanne ab und ließ
den feuchten Salzbrei in geflochtenen Behältern abtropfen.
Es
entstand ein leicht graues feinkörniges Salz. Die Qualität
des gewonnenen Salzes wird in den Quellen unterschiedlich
bewertet.
|